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Liebe Gemeinde,
Wilhelm Busch dichtete einmal:
„Es ist das Osterfest alljährlich / für den Hasen recht beschwerlich.“ Und ich muss am Anfang dieser Zeilen hinzufügen: für den Pastoren auch, der alljährlich etwas Neues zu Ostern im Gemeindebrief schreiben soll. Schließlich ist der Anlass von Ostern bekannt und, genau besehen, feiern wir schon jeden Sonntag ein kleines Osterfest.
Am ersten Tag der Woche entdeckten die Frauen das leere Grab, begegnete ihnen Jesus Christus lebend, den sie doch erst am Karfreitag hatten sterben sehen. Und weil dies am ersten Tag der Woche geschah, darum verlegten die Christen auch ihren Feiertag vom Sabbat, dem siebten Tag der Woche, auf den Sonntag, den ersten Wochentag.
Also Woche für Woche, und besonders Karfreitag und Ostern, an allen Feiertagen erinnern wir uns an Christi Kreuzestod und Auferstehung von den Toten. Das ist die Mitte unseres christlichen Glaubens, dass Jesus für uns gestorben ist und den Tod für uns überwunden hat, damit wir in Ewigkeit mit ihm leben.
Wunderschön dichtet dazu Paul Gerhardt: „Mein Heiland war gelegt da, wo man uns hinträgt, ...“ (Gesangbuch 112,1). Glaube ich aber jetzt an Christus, dann überwindet er meinen Tod: „Ich hang und bleib auch hangen / an Christus als ein Glied; / wo mein Haupt durch ist gangen, / da nimmt er mich auch mit. / Er reißet durch den Tod, / durch Welt durch Sünd, durch Not, / er reißet durch die Höll, / ich bin stets sein Gesell. // Er dringt zum Saal der Ehren, / ich folg ihm immer nach ...“ (112,6.7). Deshalb muss ich am Ende dieser Zeilen doch sagen: Ich stimme lieber mit Paul Gerhardt in den Osterjubel ein, als mit Wilhelm Busch über die Beschwerlichkeit von Ostern für Hasen und Pastoren zu sinnieren.
Darum frohe Ostern,
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